Vernetzte E-Bikes: Bosch kauft Cobi

Bosch E-Bike integrierter Akku
Foto: Björn Gerteis

Der Technologiekonzern Bosch kauft das Start-up Cobi und setzt damit auf vernetzte E-Bike-Dienste.

Bosch eBike Systems will das Frankfurter Start-up Cobi übernehmen. Cobi ist im Bereich vernetztes Radeln tätig. Mit der Akquisition erweitere Bosch eBike Systems sein Angebot an vernetzten Produkten und Services, so Claus Fleischer, Leiter des Produktbereichs Bosch eBike Systems mit Sitz in Reutlingen. Ein Kaufpreis wurde nicht genannt. Die Kartellbehörden müssen dem Kauf noch zustimmen.

Mit Bosch Nyon, dem all-in-one Bordcomputer für E-Bikes, startete Bosch bereits im Herbst 2014 die Vernetzung von E-Bikes. Mit den Produkten und vor allem der Technologieplattform von Cobi soll das Fahrradfahren nun noch vernetzter und intelligenter werden.

Das Start-up bietet Dienste wie Navigation, Musik, Telefonie oder Fitness. Gleichzeitig wird der Fahrer mit anderen Apps wie Strava, Komoot, Spotify, Apple Health und Bluetooth Fitness-Sensoren vernetzt. Das Angebot von Cobi richte sich vor allem an die zahlenmäßig stark wachsende Zielgruppe der „digital natives“, die heute das Smartphone als wesentlichen Bestandteil des Lebens nutzen, so Bosch.

Auf den Fahrradmarkt startete Bosch als völliger Seiteneinsteiger im Jahr 2010, als der Hersteller sein erstes E-Bike-Antriebssystem auf der Eurobike in Friedrichshafen präsentierte. Bereits 2011 startete die Serienproduktion, danach verlief die Entwicklung rasant. Seit 2012 ist Bosch europäischer Marktführer und beliefert mehr als 70 führende Fahrradmarken.

Lesen Sie auch:

Die neuen E-Bikes 2018 von Bosch: