Pilotprojekt: E-Bike-Sharing in Wuppertal

E-Bike-Test 2015
Foto: Benjamin Hahn

Im Sommer startet in Wuppertal das erste E-Bike-Sharing-Projekt in Deutschland. Ziel ist ein stadtweites Netz von Ausleihstationen für E-Bikes und E-Lastenräder.

Das Start-up Sigo will in Wuppertal ein Ausleihprojekt für E-Fahrräder starten. Die beiden Gründer Hannah Jensen und Tobias Lochen wollen E-Bikes und E-Lastenräder als echte Alternative zum Auto etablieren.

Da "normale" E-Bikes zum Teil viel zu viele Features haben, wird zurzeit gemeinsam mit einem deutschen Hersteller ein spezielles E-Bike und ein ebensolches E-Lastenrad entwickelt. Sie sollen die besonderen Voraussetzungen erfüllen, um tauglich fürs Bike-Sharing zu sein, berichtet die Wuppertaler Rundschau.

Die Ausleih-E-Bikes müssen robust, leistungsstark und einigermaßen gefeit sein vor Vandalismus. So wird beim Sigo-E-Bike der Akku diebstahlsicher im Rahmen integriert werden, beim Lastenrad unter dem Transportkasten. Displays oder Ähnliches, was gestohlen werden kann, soll es bei den Sharing-E-Bikes nicht geben.

Zudem soll es bei den Rädern keine unterschiedlichen Leistungsstufen geben, die volle Power werde sofort zur Verfügung stehen, die beiden Gründer. Auch diebstahlsichere Bremsen, Rückbremslichter und Möglichkeiten zur Höhenverstellung sollen integriert werden.

Im ersten Schritt sind für den Sommer zwei oder drei Stationen in Wuppertal geplant. Zunächst werden die ersten Stationen ausschließlich mit E-Lastenrädern ausgestattet. Das Ziel der Wuppertaler ist es, etwa alle 300 Meter E-Bikes oder E-Lastenräder bereitzustellen. Die Stationen haben umgekehrt u-förmige Bügel, in die das Hinterrad eingeklinkt und damit verschlossen wird. Die Bügel sind ans Stromnetz angeschlossen, so dass der Akku automatisch aufgeladen wird.

Das Ausleihen funktioniert per App oder Kundenkarte. Ein Schloss für unterwegs ist am Bike angebracht. Die Kosten belaufen sich auf 4,50 Euro für 90 Minuten, danach wird pro Stunde abgerechnet. Ein Tagesticket soll 25 Euro kosten. Die Wartung, Pflege und Reparaturen sollen lokale Fahrradhändler übernehmen.